Hinweis zur Aktualisierung
Wer für illegale Anbieter trommelt, begibt sich in deutlich gefährlicheres Terrain. Das jüngste BVerwG-Urteil zeigt zudem, dass Gerichte den Begriff der Glücksspielwerbung eher weit als eng verstehen. Für Influencer, Streamer und Creator ist deshalb besondere Vorsicht geboten, wenn Glücksspiel im Content nicht nur vorkommt, sondern auch erkennbar vermarktet wird. Es darf nur für erlaubtes Glücksspiel geworben werden. Auch Hinsichtlich der Art und Weise, wie geworben werden darf, bestehen Einschränkungen: Glücksspielwerbung darf nicht den Eindruck erwecken, dass Spielerinnen und Spieler Einfluss auf Glücksspiele nehmen können. In der Zeit von 6 bis 21 Uhr (täglich) darf keine Werbung für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele im Rundfunk und Internet erfolgen. Direkt vor oder während der Live-Übertragung von Sportereignissen darf auf dem übertragenden Kanal keine Werbung für Sportwetten auf dieses Sportereignis ausgestrahlt werden.
Neue Marketingstrategien der Anbieter
1 GlüStV 2021, dass Behörden gegen Anbieter, die gegen Werbevorschriften verstoßen, Maßnahmen ergreifen können. Diese reichen von einfachen Verwarnungen über Untersagungsverfügungen bis hin zu hohen Bußgeldern und dem Entzug der Glücksspiellizenz. In schweren Fällen können die Strafen sich auf mehrere hunderttausende Euro summieren. Eine weitere Möglichkeit, gegen illegale Werbung vorzugehen, ist die Sperrung illegaler Angebote und der zugehörigen Werbeplattformen. Gemäß § 9 Abs.
A. Einleitung
1 Nr. 4 GlüStV können Behörden den Internetdienstleister dazu auffordern, den Zugang zu illegalen Glücksspielseiten zu blockieren. Zusätzlich können Zahlungsanbieter dazu angewiesen werden, Transaktionen mit nicht lizenzierten Glücksspielanbietern zu unterbinden. Wer sich gut im Sport auskennt, müsste doch auch erfolgreicher wetten können, oder? Eine Studie zeigt: Expert:innen tippten häufiger richtig als ein… Werbung für Glücksspiel ist in Deutschland nur eingeschränkt erlaubt. Wenn Sie Hinweise darauf haben, dass Werbung für legales Online-Glücksspiel gegen diese Vorgaben verstößt, können Sie dies der zuständigen Stelle melden.
Historische Entwicklung der Glücksspielwerbung
Die Bestimmungen werden im Glückspielstaatsvertrag geregelt und hängen vom Gefährdungspotenzial des speziellen Glücksspielangebots ab. Die Werbung darf sich nicht an Minderjährige oder vergleichbar gefährdete Gruppen richten. Sie darf auch nicht irreführend sein, was die Gewinnchancen oder die Höhe des Gewinns betrifft. Wenn Sie denken, dass konkrete Werbemaßnahmen gegen bestehende Richtlinien verstoßen, können Sie sich an den Deutschen Werberat richten, um eine Stellungnahme des betreffenden Unternehmens zu erwirken: Bei "Check Out" erhalten Sie persönliche Unterstützung von professionellen Berater:innen. Eine Studie zeigt: Expert:innen tippten häufiger richtig als ein… Blinkende Lichter, Countdown-Angebote, Pop-ups, die zum Weiterspielen drängen.
Die Ergebnisse der Studie sind erschreckend
Glücksspiel-Streams sind längst Teil großer Streaming-Plattformen. In Deutschland gilt zunächst ein einfacher Grundsatz: Öffentliche Glücksspiele dürfen nur mit deutscher Erlaubnis veranstaltet oder vermittelt werden. Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt Werbung nur für erlaubte Glücksspiele und sieht zugleich vor, dass in den Erlaubnissen konkrete Vorgaben für Werbung im Fernsehen, im Internet sowie auf Video-Sharing-Diensten festgelegt werden können. Werbung darf sich nicht an Minderjährige oder vergleichbar gefährdete Gruppen richten, sie darf nicht irreführend sein und sie darf auch nicht den Eindruck erwecken, ein redaktioneller Inhalt zu sein (Sponsored Articles). Für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele gilt im Rundfunk und Internet zudem täglich zwischen 6 Uhr und 21 Uhr ein Werbeverbot. Sie können auch melden, wenn Sie Hinweise darauf haben, dass für illegales Online-Glücksspiel geworben wird. Werbung für Glücksspiele ist allgegenwärtig – in Zeitungen und Zeitschriften, im TV, im Internet und sogar beim Sport als Trikot- oder Bandenwerbung. Zusätzlich fließen Gelder für Sponsoring und Partnerschaften: Tipico ist Sponsor der ARD-Sportschau, das Stadion in Düsseldorf heißt „Merkur Spiel-Arena“, der Deutsche Fußballbund führt eine Partnerschaft mit „bwin“ und „tipwin“ ist offizieller Premium-Partner des Deutschen Basketball Bundes. Die Liste ließe sich beliebig lang fortführen.
- Werbebeschränkungen für Glücksspielautomaten in der Gastronomie
- Lokale Werbeverbote auf Plakaten und im öffentlichen Raum
- Regelungen für Werbung in Printmedien und Fachzeitschriften
- Einschränkungen für direkte Werbung per E-Mail oder SMS
Ihre Werbung lassen sich die Glücksspielunternehmen so einiges kosten: Im Jahr 2020 haben die Werbeausgaben lt.
- Diskussion über ein totales Werbeverbot nach dem Vorbild anderer EU-Länder
- Wirtschaftliche Auswirkungen auf Sportverbände durch Werbeverbote
- Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen zwischen Lotto, Sportwetten und Online-Casinos
- Herausforderungen bei der Durchsetzung gegenüber ausländischen Anbietern
Nielsen Media Research mit 895 Millionen Euro einen neuen Rekord geknackt! Das ist ein Zuwachs von 24 % gegenüber 2019. Davon wendeten allein die Anbieter von Sportwetten und Onlinecasinos 617 Millionen Euro für ihre Werbung auf.
Wettbewerbsrecht nennt Katalog an verbotener Werbung
Für Influencer, Streamer, Affiliates oder Plattformpartner ist das deshalb kein bloßes Reputationsproblem, sondern kann im Einzelfall auch strafrechtliche Folgen haben. Dass Behörden und Gerichte dieses Feld längst im Blick haben, zeigen mehrere Entscheidungen aus den vergangenen Jahren. Das OVG Sachsen-Anhalt hielt 2023 Verbote von Influencer-Marketing, Werbung durch Streamer und Affiliate-Werbung mit Partnern, die auch für illegales Glücksspiel werben, im Eilverfahren für voraussichtlich rechtmäßig. 2024 bestätigte dasselbe Gericht zudem die Rechtsauffassung der GGL, wonach selbst Streamern mit Sitz im Ausland die Werbung für unerlaubte Online-Glücksspiele untersagt werden kann, wenn der deutschsprachige Content auf Deutschland ausgerichtet ist. Das zeigt: Auch wer aus dem Ausland streamt, ist nicht automatisch außerhalb der Reichweite deutscher Aufsicht.
1. Wirtschaftliche Bedeutung des Glücksspiels
Hinzu kommt die Frage, wie groß das Risiko für junge Nutzer tatsächlich ist. Eine aktuelle Statistik der britischen Gambling Commission zeigt, dass 2024 rund 69 Prozent der 11- bis 17-Jährigen Glücksspielwerbung oder -promotion aus mindestens einer Quelle wahrgenommen haben. 49 Prozent nannten Social Media, 36 Prozent Live-Streaming- oder Video-Plattformen. 17 Prozent gaben an, gamblingbezogenen Accounts oder Inhalten auf Social Media und Streaming-Plattformen zu folgen; TikTok wurde dabei cas casino bonus ohne einzahlung österreich von 10 Prozent genannt. Auch wenn diese Zahlen nicht aus Deutschland stammen, zeigen sie deutlich, wie präsent Glücksspielinhalte in jugendnahen digitalen Umgebungen sind. Diese Zahlen legt der Geschäftsbericht von Lotto Brandenburg 2020 offen.
Spielhallen und Sportwetten / Sozialkonzept
Das bedeutet für Creator und Influencer: Selbst wenn ein Anbieter legal ist, ist damit noch längst cas online casino neukundenbonus ohne einzahlung nicht jede Form der Vermarktung zulässig. Gerade auf Plattformen wie TikTok und Twitch verschwimmen die Grenzen zwischen Unterhaltung, Empfehlung und Werbung. Genau deshalb ist das BVerwG-Urteil so wichtig. Es zeigt, dass nicht nur der klassische Werbespot problematisch sein kann, sondern unter Umständen auch Imagekommunikation oder Content, der vordergründig harmlos wirkt, aber faktisch die Nachfrage nach einem Glücksspielangebot fördern soll. TikTok selbst erlaubt Glücksspielanzeigen laut eigener Werberichtlinie nur in bestimmten Märkten, unter Einhaltung lokaler Regeln und nicht gegenüber Minderjährigen.
Werbung mit berühmten Persönlichkeiten
Maßgeblich bleibt in Deutschland aber nicht die Plattformregel, sondern das deutsche Glücksspielrecht. Noch heikler wird es, wenn für Angebote geworben wird, die in Deutschland gar nicht erlaubt sind. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder weist ausdrücklich darauf hin, dass öffentliche Glücksspiele in Deutschland nur mit behördlicher Erlaubnis zulässig sind und dass auch Werbung für unerlaubte Glücksspiele verboten ist. Hinzu kommt der strafrechtliche Rahmen: Nach § 284 Abs. 4 StGB wird, wer für ein öffentliches Glücksspiel wirbt, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. Die Werbung für bis dahin illegale Online-Casinos machte mit 42 % sogar den größten Anteil der Werbeausgaben aus, wie die Auswertung von Statista für den Zeitraum bis Juni 2021 zeigt.
Illegales Glücksspiel auch ohne Google-Werbung erfolgreich
Eine systematische Review von 2024 kommt zu dem Ergebnis, dass soziale Medien für Glücksspielanbieter ein besonders attraktiver Werbekanal sind und dass vor allem Kinder und Jugendliche einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, durch solche Inhalte beeinflusst zu werden. Eine weitere 2024 veröffentlichte Studie zu Celebrities und Social-Media-Influencern in der Glücksspielwerbung zeigt, dass junge Menschen solche Gesichter als aufmerksamkeitsstark wahrnehmen, ihnen mehr Vertrauen entgegenbringen und die Risiken des Glücksspiels dadurch geringer einschätzen. Genau diese Mischung aus Reichweite, Unterhaltung, sozialer Nähe und unterschätzter Werbewirkung macht TikTok und ähnliche Social-Media Plattformen im Glücksspielbereich so sensibel. Unterm Strich heißt das: TikTok und Co. Wer dort für legales Glücksspiel wirbt, bewegt sich in einem eng regulierten Rahmen. Im Juli 2021 ist der neue Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) in Kraft getreten.
Beklagte hält Werbespots für zulässig
Im Internet gelten separate Regelungen für die Ausstrahlung von Glücksspielwerbung. Sie darf beispielsweise nicht auf Webseiten platziert werden, die überwiegend von Minderjährigen besucht werden. Zudem ist sicherzustellen, dass die Inhalte auf den sozialen Medien nicht absichtlich vermehrt an Minderjährige ausgespielt werden. Affiliate-Marketing ist grundsätzlich zulässig, allerdings müssen die Affiliates sicherstellen, dass es sich um einen lizenzierten Anbieter handelt, welcher die gesetzlichen Bestimmungen einhält. Übrigens: Auch Influencer müssen sich an die Werberichtlinien halten und haben keinen Gestaltungsspielraum.
Alles andere als harmlos
Die Werbung darf also ebenfalls nur zwischen 21 und sechs Uhr ausgespielt werden, zudem dürfen nur lizenzierte Anbieter beworben werden. Kann die Einhaltung nicht gewährleistet werden, ist ein Verbot der Werbung zulässig. Verstöße gegen die Werbebestimmungen des Glücksspielstaatsvertrags können sowohl für die Anbieter selbst als auch für die Werbepartner erhebliche rechtliche und wirtschaftliche Folgen haben. Die Regulierungsbehörden der Länder sind dafür zuständig, Verstöße zu ahnden und entsprechende Sanktionen zu verhängen. Konkret regelt § 9 Abs. Er gibt vor, dass Art und Umfang von Werbung für Glücksspiele nicht seinen Zielen zuwiderlaufen darf – also den Jugend- und Spielerschutz sowie die Suchtprävention und -bekämpfung nicht behindern darf (§ 5 Abs. 2).
| Pflichtinhalt | Gesetzliche Vorgabe | Mindestgröße / Dauer | Beispielformulierung |
|---|---|---|---|
| Suchtgefahr-Hinweis | Zwingend in jeder Werbung | Mind. 10% der Werbefläche / 4 Sekunden im TV | "Glücksspiel kann süchtig machen." |
| Altersangabe | Zwingend in jeder Werbung | Klare und lesbare Darstellung | "Erst ab 18 Jahren." oder "Nur für Volljährige." |
| Ansprechpartner für Suchtprobleme | Pflicht in TV/Radio und Online-Video | Nennung von Telefonnummer oder Website | Hilfe unter 0800-123456 oder www.spielen-mit-verantwortung.de |
| Hinweis auf Lizenz | Für lizenzierte Anbieter empfohlen | Keine konkrete Vorgabe | "Lizenziert und reguliert durch die GGL." |
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